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Die Katze auf der Pergola In Biasca erzählt man, die Katzen hätten einst das ganze Gebiet durchquert, ohne jemals den Boden zu berühren – so dicht standen die alten Weinpergolen. Von den letzteren sprechen heute zweistimmig die Gebrüder FRATELLI MERONI, Vincenzo und Marco. Die «jungen Leute» würden zu Recht die Reben in Reihen anlegen, um sich die Arbeit zu erleichtern. Aber sie, in ihrem Alter (wie man so sagt), hätten dafür nicht mehr genug Zeit. Also retten sie die alten Lauben-Weinberge. Das verdoppelt die Arbeit, alles muss von Hand gemacht werden, aber am Ende lohnt es sich. Denn der Wein wird aus der Traube geboren. Zum Beispiel der Weinberg, den sie in Semione haben, o ga trentacinq an (er hat 35 Jahre), und schon im Mund... wie der schmeckt! Diese Aromen! Ganz klar, die Qualität kommt von der Quantität, natürlich erzeugen sie weniger als vor zwanzig Jahren! Damals waren es vierzehn oder fünfzehn Zentner, heute allerhöchstens sechs! Aber auch der hohe Stamm spielt mit, sicherlich: mit seinen 1,80 Meter hat er mehr Blattwerk und das gibt mehr Reserven. Die Vorstellung, dass es durch die Pergola an Sonneneinstrahlung fehlt, ist eine vorgefasste Meinung. Denn worauf es ankommt, ist das Blatt, das ist die Lunge! – Natürlich muss die Traube frei hängen und gut belüftet sein; das Stutzen der grünen Triebe ist wichtig. Aber vor allem darf man es nicht eilig haben: die Trauben dürfen erst gelesen werden, wenn sie reif sind. Wie viel sie erzeugen, die beiden Brüder? Zwanzig Weinberge auf einer Fläche von 1,2 Hektar ergeben 4’500 – 5’000 Flaschen: vier Weine in Barrique-Qualität: BIASCA, BIASCA RISERVA, RAMPÈDA und CARDO, und einer, der ohne auskommt: der GRANATO.
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